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Implantologie

Was ist ein Implantat?

Während eine „Krone" (Genaueres zu diesem Thema können Sie gerne im Kapitel Zahnersatz nachlesen) die Funktion hat, tief zerstörten natürlichen Zahnschmelz zu stabilisieren oder sogar zu ersetzen, übernehmen Implantate diesen Job für verlorengegangene Zahnwurzeln inklusive Krone.

Das heißt:
Ist ein Zahn aufgrund starker kariöser Zerstörung oder übermäßiger, entzündlicher Zahnlockerung (Parodontose) verlorengegangen, können wir diesen heutzutage mittels biokompatibler (=gewebefreundlich) Titanschrauben ersetzen.

Und das funktioniert folgendermaßen:
Nachdem der nicht erhaltungswürdige Zahn schonend entfernt wurde, wird diese Titanschraube entweder sofort oder nach einer Wartezeit von 6–12 Wochen in den zahnlosen Abschnitt inseriert (=eingesetzt). Nun muss man sich 3-6 Monate gedulden bis das Implantat vollständig im Kieferknochen integriert, das heißt eingeheilt ist. Wir nennen diesen Prozess Osseointegration. Nach dieser Einheilphase kann die neue Zahnwurzel mit einer Krone versorgt werden, welche die ursprüngliche Zahnlücke schließt und damit die Funktion des gesamten Kauapparates sichert.

Man hört bisweilen von Abstoßungsreaktionen! Ist das heute noch aktuell?

Heutzutage heilen über 95 % der Implantate problemlos im Kieferknochen ein.
Das liegt zum einen an dem Material aus dem das Implantat besteht. Titan weist 2 entscheidende Merkmale auf, die für eine sichere Osseointegration (siehe oben) und Langlebigkeit des Implantates entscheidend sind:

Korrosionsbeständigkeit:
Wenn das Implantat beispielsweise ein paar Wochen oder Monate bei nassem Wetter auf der Straße liegen würde, wäre es nach dieser Zeit rostfrei. Titan ist inert, das bedeutet, es reagiert weder mit Wasser noch mit Sauerstoff und behält somit seine für eine erfolgreiche Osseointegration ideale Oberflächenbeschaffenheit, gerade wenn es mit Blut in Berührung kommt.

Hohe Festigkeit:
Durch seine außergewöhnlich günstigen physikalischen Eigenschaften setzt das Titanimplantat den beim Kauakt wirkenden enormen Kräften einen sehr hohen Widerstand entgegen, und das über einen sehr langen Zeitraum hinweg.

Titan ist nicht nur extrem stabil, sondern auch extrem leicht, aus welchem Grunde es gerne im Flugzeugbau zum Einsatz kommt. Das heißt, Sie können sich auch nach einer Implantation ohne Sorge auf die Waage stellen. Zum anderen hat das Wissen und v.a. die klinische Erfahrung - beides für eine erfolgreiche Implantation unabdingbar - in den letzten Jahren enorm zugenommen. Das heißt, die Prognosen der Implantate bezüglich ihrer Langlebigkeit, Funktion und Ästhetik werden immer vorhersagbarer und für Sie als Patienten transparenter.

Wie lange hält ein Implantat?

Und das funktioniert folgendermaßen:
Nachdem der nicht erhaltungswürdige Zahn schonend entfernt wurde, wird diese Titanschraube entweder sofort oder nach einer Wartezeit von 6–12 Wochen in den zahnlosen Abschnitt inseriert (=eingesetzt). Nun muss man sich 3-6 Monate gedulden bis das Implantat vollständig im Kieferknochen integriert, das heißt eingeheilt ist. Wir nennen diesen Prozess Osseointegration. Nach dieser Einheilphase kann die neue Zahnwurzel mit einer Krone versorgt werden, welche die ursprüngliche Zahnlücke schließt und damit die Funktion des gesamten Kauapparates sichert.

Können Implantate den Prothesenhalt verbessern?

Unsere zahnlosen Patienten können ein Lied davon singen:
Im Oberkiefer sitzt die Vollprothese ganz gut, im Unterkiefer wackelt sie beim Essen und Sprechen mehr oder minder im Mund hin und her.

Woran liegt das?
Zum einen haben wir im Oberkiefer eine wichtige anatomische Struktur, die wir im Unterkiefer nicht haben, den Gaumen. Er vergrößert die Fläche, an die sich die Vollprothese ansaugen muss, um ein Vielfaches. Somit entsteht ein größerer Sog, ein größerer Unterdruck, der die Prothese am Platz hält.

Im Unterkiefer wäre die korrespondierende Struktur die Zunge, die sich jedoch aufgrund ihrer Beweglichkeit nicht als „Saugfläche" nutzen lässt. Das Prothesenlager ist somit verkleinert und mit ihm folglich auch die Kraft, die für den Halt und für die Lagestabilität sorgt. Aus diesem Grunde wirkt sich der altersbedingte Knochenschwund, der besonders nach Zahnverlust zum Tragen kommt, gravierend auf den Prothesenhalt aus.